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Regiedebüt von Woody Harrelson

Der amerikanische Schauspieler inszeniert erstes Live-Kinoerlebnis

Woody Harrelson spielt Woody Harrelson in einem Film von Woody Harrelson. Wenn jemand aus Hollywood bekannt für verrückte Ideen ist, dann ist es wahrscheinlich Woody Harrelson. Der amerikanische Schauspieler, der sich vor allem mit seinen ausgefallenen Rollen (Die Tribute von Panem, Die Unfassbaren) einen Namen gemacht hat, ist nun unter die Regisseure gegangen. Doch Woody wäre nicht Woody, wenn er sich einfach eines simplen Filmprojekts bedienen würde. Nein, Woody revolutioniert mit seiner Idee einfach mal das Kino: Ein Film, der gleichzeitig gedreht und live übertragen wird? Das könnte das Kino der Zukunft sein.

 

Als Inspiration für Lost in London dient ein Erlebnis aus Harrelsons Vergangenheit: Ein sturzbetrunkener Woody torkelt nach einer wilden Partynacht aus dem Club, randaliert im Taxi und endet in der Ausnüchterungszelle einer Polizeistation. Im Grunde handelt der Film von Sex, Drugs and Rock’n’Roll und das ist bekanntlich ein Erfolgskonzept.

 

Neben Harrelson sind auch Schauspieler Owen Wilson und Country-Sänger Willie Nelson mit von der Partie bei diesem 103-minütigen Kinospektakel. 30 britische Schauspieler und mehr als 300 Statisten wurden für den Film gecastet, der mit einer einzigen Kamera und in einem einzigen Take gedreht wurde.

 

Das erste Live-Kinoerlebnis im Januar war so erfolgreich, dass Harrelson nun weitere Geschichten in anderen Großstädten plant. Lost in London läuft derzeit als Spielfilm in ausgewählten britischen Kinos. Wann und ob der Film auch in Deutschland zu sehen sein wird, bleibt abzuwarten. Vielleicht inszeniert Woody ja bald „Lost in Berlin“.

 

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