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DC will Marvel Rang ablaufen

Nach erfolgreichem Start von Wonder Woman: DC ist ernstzunehmende Konkurrenz

Wonder Woman startete in den USA mit einem unglaublichen Einspielergebnis von über 100 Millionen Dollar am ersten Wochenende. Damit ist Warner Bros. endlich das geglückt, was Marvel mit Iron Man 1 bereits geschafft hat: Der Sprung hin zu ernsthaftem Blockbuster-Kino, nach Vorlage eines Superhelden-Comics.

 

Schon 1998 plante das Studio Warner Bros., das die Rechte an allen DC-Comics hält, eine Art Filmuniversum zu schaffen, in dem auch Spin-Offs und Crossover unterschiedlicher Filme mit diversen Hauptcharakteren möglich wären. Doch nachdem der Auftakt mit Green Lantern misslang, brach das Studio das Vorhaben kurzerhand ab.

 

2008 startete dann Konkurrent Disney mit Iron Man das Marvel Cinematic Universe (MCU), das genau dem ursprünglichen Konzept von DC folgte, verschiedene Comic-Helden auf die Leinwand zu bringen und in unterschiedlichen Abenteuern auch aufeinandertreffen zu lassen. Mit den Avengers und den Guardians of the Galaxy ist Disney genau das gelungen, was DC für sich erhofft hatte: Ein gigantisches, einheitliches Filmuniversum schaffen, das mit jedem neuen Teil Rekordeinnahmen generiert und den filmischen Kosmos erweitert.

 

Nachdem Konkurrent Marvel so erfolgreich seine Comics für die Leinwand beleben konnte, kehrte auch DC unter Warner Bros. zum Vorhaben zurück: Mit Man of Steel fiel 2013 der Startschuss für das DCEU, das DC Extended Universe. Zack Snyder inszenierte den Film über Clark Kent alias Superman. 2016 folgte das erste Crossover Batman v Superman: Dawn of Justice, das nicht mit den Blockbustern der Konkurrenz mithalten konnte.

 

Vor allem der heißersehnte Schurkenfilm Suicide Squad fiel dann 2016 endgültig bei Fans und Kritikern durch: Das unausgegorene Drehbuch und die inkonsequente Umsetzung ließen den Film weit hinter den Erwartungen zurückbleiben und bei DC/Warner Bros. wahrscheinlich an ein Ende des DCEU denken.

 

Doch das dürfte sich mit dem erfolgreichen Start von Wonder Woman an diesem Wochenende wohl gelegt haben: Die Geschichte über die Amazone und Halbgöttin Diana Prince, die sich in die Welt aufmacht um sich vom Guten der Menschen zu überzeugen und den Grausamkeiten des Zweiten Weltkriegs begegnet, wurde von Regisseurin Patty Jenkins inszeniert und erhält 93% positive Kritiken auf Rotten Tomatoes.

 

Das macht Lust auf mehr, und mehr wird DC auch geben: Schon im November dieses Jahres startet ein weiteres Crossover von DC-Superhelden unter dem Titel Justice League, in dem nicht nur die bereits bekannten Figuren Batman (Ben Affleck), Superman (Henry Cavill) und Wonder Woman (Gal Gadot) auftreten, sondern auch neue Figuren eingeführt werden, die später einen Solofilm erhalten sollen. Aquaman (Jason Momoa) beispielsweise, der Ende 2018 in die Kinos kommt, oder The Flash (Ezra Miller), für den ein eigener Film geplant ist.

 

Weitere Filme sind für die Figuren Batgirl, Harley Quinn und Batman selbst geplant, wobei der Status dieser Projekte weitestgehend unbekannt ist. Sollte Wonder Woman in Deutschland (Start: 15. Juni) und dem Rest der Welt auch so gut laufen wie in den USA, dann dürfte einer Realisierung dieser Projekte wohl nichts mehr im Wege stehen.

 

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