Beta

Verleugnung

Inhalt:

Es ist ein spektakulärer Prozess der Ende der 90er Jahre weltweit für Aufsehen sorgt: Der für seine kontroverse Haltung gegenüber dem Holocaust bekannte Journalist David Irving (Timothy Spall) verklagt die amerikanische Geschichtsprofessorin Deborah Lipstadt (Rachel Weisz, Die Mumie) wegen Verleumdung. Sie habe in ihren Büchern Lügen über den Holocaust und über ihn verbreitet. Lipstadt ist empört und muss doch einen kühlen Kopf im britischen Rechtssystem bewahren: Da in Großbritannien bei Verleumdungsklagen die Beweislast nicht beim Kläger, sondern beim Angeklagten liegt, befinden sich Lipstadt und ihre Anwälte vor dem Londoner Zivilgericht in der absurden Lage, die historische Realität beweisen zu müssen. Die Professorin, die einen Großteil ihrer Arbeit der Erforschung der Verbrechen des NS-Regimes gewidmet hat, droht den Prozess gegen einen Mann zu verlieren, der vor Gericht behauptet, in Auschwitz habe es keine Gaskammern gegeben. Ein perfides Spiel um die Leugnung des Genozids beginnt. Und plötzlich geht es nicht nur darum Irving als irren Holocaustleugner bloßzustellen, sondern um den Beweis einer schrecklichen Vergangenheit.

 

Verleugnung basiert auf Tatsachen. Um den skandalösen Prozess historisch korrekt darzustellen, haben sich die Filmemacher ganz auf die Gerichtsprotokolle verlassen. Den Kern des Filmes bildet deshalb die lebhafte intellektuelle Auseinandersetzung der Protagonisten Lipstadt und Irving im Gerichtssaal. Im April 2000 wies der Londoner Gerichtshof Irvings Klage endgültig ab. Die Prozesskosten von rund 4 Millionen Euro musste Irving selbst tragen, was ihn wirtschaftlich ruinierte, ihn jedoch nicht daran hindert sein perfides Weltbild bis heute in die Öffentlichkeit zu tragen.

 

Video © SquareOne/Universum. All rights reserved.

Bilder © SquareOne/Universum. All rights reserved.

Verleugnung