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The Founder

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Der leuchtend-gelbe Buchstabe “M“ gehört zu den bekanntesten Marken auf der Welt, doch kaum jemand weiß etwas über die Entstehungsgeschichte des mächtigen Fast-Food-Konzerns McDonald’s. Das Drama The Founder könnte das ändern: Der Film erzählt die Geschichte von Ray Kroc (Michael Keaton, Birdman), einem erfolglosen Milchshake-Maschinen-Verkäufer, der in den 50er Jahren mit großen Visionen versucht, den amerikanischen Traum zu leben. Doch es läuft nicht rund, kaum ein Restaurant interessiert sich für seine Mixer. Als er eines Tages einen Anruf aus einem kleinen Familienbetrieb in Kalifornien mit sechs, nein, plötzlich acht Bestellungen erhält, ist Ray verwirrt – erlaubt sich da jemand einen Spaß?

 

Die Autofahrt nach Kalifornien erweist sich als Rays beste Investition seines Lebens: Der Burger-Laden der Brüder Dick und Mac McDonald boomt! Für 35 Cent isst Ray nicht nur den besten Burger seines Lebens (genau vier Kleckse Ketchup und zwei Gurkenscheibchen), sondern auch den schnellsten. Mit dem "Speedee-Service-System" werden Burger bei McDonald‘s innerhalb von 30 Sekunden hergestellt, zudem haben die Brüder Dick und Mac keine halbstarken Teenager als Zielpublikum vor Augen, sondern brave amerikanische Familien.

 

Ray ist begeistert von dem Konzept und wittert seine große Chance. In seiner Vision ist McDonald’s die neue amerikanische Kirche und die goldenen Bögen des Anfangsbuchstabens von McDonald's ein neues Symbol für die amerikanische Kultur. Nur die beiden Brüder, denen das Wort "Franchise" Kopfschmerzen bereitet und die lieber nette Familien aus der Nachbarschaft bedienen wollen als anonyme Kunden auf der Welt, wollen ihm ihre Erfindung nicht einfach so überlassen. Und so kommt es zu einem Rechtsstreit, in dem Ray zum Entsetzen seiner Frau (Laura Dern, Jurassic Park) sein gesamtes Vermögen und sogar das geliebte Eigenheim riskiert. Nichts und niemand kann Ray davon abhalten, ein Imperium zu erschaffen, nicht einmal die Gründer selbst.

 

Die Erfolgsgeschichte von McDonald’s wird als amerikanischer Albtraum erzählt: Regisseur John Lee Hancock hat Erfahrung mit der Aufbereitung solcher Popkultur-Mythen, zuletzt hat er die Tragikomödie Saving Mr. Banks mit Tom Hanks (Inferno) inszeniert, in der Walt Disney sich die Filmrechte an Mary Poppins erstreitet. Das Filmteam bekam durch den Enkelsohn von Dick McDonald Zugang zum Familienarchiv mit Auszügen aus dem Briefverkehr zwischen den McDonald-Brüdern und Ray Kroc sowie Tonbandaufzeichnungen von Gesprächen, um das Drama so geschichtstreu wie möglich zu erzählen. Während Kroc ein Multimillionär wird und zu den einflussreichsten Personen des 20. Jahrunderts avanciert, müssen die Brüder McDonald‘s zwar nicht mit wenig, aber deutlich geringerem Einkommen dabei zusehen, wie ihr Name von jemand anderem vermarktet wird.

 

Ob Ray Kroc ein visionärer Held oder skrupelloser Kapitalist ist, können Kinobesucher ab heute selbst entscheiden.

 

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The Founder