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Begabt - die Gleichung eines Lebens

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Nach dem Selbstmord seiner Schwester Diana zieht Frank Adler (Chris Evans) seine Nichte Mary alleine auf. Die Sechsjährige ist ein wissbegieriges und aufgewecktes Mädchen. Als sie in die Schule kommt, stellt sich schnell heraus, dass sie vor allem in Mathe hochbegabt ist. Ihre Lehrerin (Jenny Slate) empfiehlt Frank daher, Mary auf eine spezielle Schule zu schicken, um sie entsprechend zu fördern. Doch Frank möchte ihr ein normales Leben als Kind ermöglichen, anstatt sie schon in so jungen Jahren mit Leistungsdruck und Lernstress zu konfrontieren. Seine Mutter Evelyn (Lindsay Duncan) sieht das allerdings anders und es kommt zu einem Sorgerechtsstreit um das Kindeswohl. 

Avengers, Thor, Ant-Man – Wer Chris Evans Filmografie liest, könnte leicht den Eindruck erhalten, dass der 36-Jährige nur Actionfiguren mit Superhelden-Charme verkörpern kann. Doch weit gefehlt: Bereits mit Before We Go aus dem Jahr 2014 hat er bewiesen, dass er durchaus das Zeug dazu hat, einfühlsame Charaktere darzustellen. In dem romantischen Indie-Streifen, bei dem er selber Regie geführt hat, spielte er einen Jazzmusiker, der auf der Suche nach dem großen Durchbruch am Grand Central Bahnhof in New York strandet und eine schicksalhafte Begegnung mit einer jungen Frau hat.

In Begabt – die Gleichung eines Lebens schlüpft er nun in die Rolle von Frank Adler, der nach dem Tod seiner Schwester deren sechsjährige Tochter zu sich genommen hat. Als diese in die Schule kommt, wird schnell klar, dass Mary hochbegabt und ein Mathegenie ist, wie es ihre Mutter ebenfalls war. Frank ist nun hin- und hergerissen und muss sich entscheiden, ob er das kleine Mädchen ihrer Begabung entsprechend fördern und auf eine besondere Schule schicken oder ihr eine normale Kindheit ermöglichen soll. Diesen Balanceakt sowie die immerwährenden Konflikte mit seiner Mutter und sein schlechtes Gewissen, nicht für seine Schwester da gewesen zu sein, als diese ihn am dringendsten brauchte, bringt er authentisch rüber.

Um ein Action-Spektakel mit großem Budget handelt es sich bei Begabt – die Gleichung eines Lebens wahrlich nicht, sondern um ein kleines, feines Drama mit Tiefgang und fantastischer Besetzung: Nicht nur Chris Evans, sondern auch Lindsay Duncan, die Franks Mutter Evelyn spielt, sowie Octavia Spencer – Franks Vermieterin und gute Freundin – sind die perfekte Wahl. Allerding stiehlt die 11-Jährige Mckenna Grace (Independence Day: Wiederkehr) mit ihren unfassbar traurig schauenden Rehaugen und ihrem Wortwitz allen Erwachsenen die Show.

Begabt - die Gleichung eines Lebens

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